Der Vitaminhaushalt beim Reizdarmsyndrom

Wer unter dem Reizdarmsyndrom leidet, also mit Blähungen, Verstopfung, Durchfall und Bauchkrämpfen zu kämpfen hat, obgleich Magen- und Darmspiegelungen, Ultraschalluntersuchungen und Blutanalysen quasi ergebnislos verlaufen sind, hat zunächst die Gewissheit, dass weder Darmkrebs noch eine chronische Darmerkrankung für die Symptome verantwortlich ist.

Mit dieser positiven Bilanz verlassen Betroffene dann den Arzt – ohne zu wissen, wie sie nun mit den Symptomen umgehen sollen, die ihre Lebensqualität massiv einschränken. Bekannt ist mittlerweile, dass es häufig einen Zusammenhang zwischen dem Reizdarmsyndrom und einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, beispielsweise einer Laktose-, Fructose- oder Histaminintoleranz gibt.

Ein Vitaminmangel kann das Reizdarmsyndrom bedingen

Vor allem ein Vitamin-D-Mangel und ein Vitamin-B-12-Mangel sind in Zusammenhang mit dem Reizdarmsyndrom denkbar.

Mediziner erklären den Zusammenhang des Reizdarmsyndroms und eines Vitamin-B12-Mangels mit der gestörten Resorption, in dessen Folge es zu einem Mangel an Vitamin B12 im Körper kommt. Die Verbraucherzentrale erklärt, dass gerade Menschen mit Darmerkrankungen weniger Vitamin B12 aufnehmen können, allerdings werde der Mangel erst nach Jahren offensichtlich. Zu den wichtigsten Vitamin-B12-Lieferanten zählen Milchprodukte, Leber, Eigelb, Fisch und Fleisch.

Vitamin B12 hat eine große Aufgabe im Körper zu stemmen, wirkt es doch an der Bildung von Dopamin und Serotonin mit, die als Neurotransmitter für die gute oder eben schlechte Laune verantwortlich sind. Die Folge? Mangelt es dem Körper an Vitamin B12, entwickelt er Ängste oder gar depressive Verstimmungen. Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse könnte der B12-Mangel beispielsweise die Symptome des Reizdarmsyndroms verschlimmern oder andersherum erklärt: Wer auf einen ausgewogenen Vitamin-B12-Haushalt achtet, kann die Symptome des Reizdarms nivellieren.

Die Schwere der vom Reizdarmsyndrom verursachten Gesundheitsbeschwerden und der Alltagsprobleme werden von Außenstehenden häufig unterschätzt. Klassische Therapieangebote versagen in den meisten Fällen. Ein neuartiges Supplement aus der orthomolekularen Medizin macht Betroffenen jetzt neue Hoffnung. Es handelt sich um eine Kombination aus Nähr- und Vitalstoffen, die mit der Symbiose des Mikrobioms, der Darmschleimhaut und mit dem Serotoninhaushalt assoziiert sind. Unter dem Namen Omnitadin ist das Präparat in Apotheken und im Versandhandel erhältlich. (gesponsert)

Ähnliches lässt sich beim Blick auf das Vitamin D herausfinden, das im Grunde genommen gar kein echtes Vitamin ist, denn der Körper muss Vitamin D nicht zwingend übers Essen aufnehmen, sondern kann Vitamin D sogar selber bilden. Wer in Mitteleuropa lebt, hat dazu allerdings nur zwischen April und September die Chance. Dann hat die Sonne ausreichend Kraft, damit die UVB-Strahlen sich in Vitamin D verwandeln können. Die gute Nachricht lautet: Wer sich reichlich im Tageslicht aufhält, könnte bei Sonnenschein in Frühling und Sommer die Vitamin-D-Speicher im Körper so aufstocken, um damit sogar über den Winter zu kommen. Vitamin D gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine, was auch bedeutet: Vitamin D kann in der Leber und im Fettgewebe gut gespeichert werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät dazu, von März bis Mai täglich zehn bis 25 Minuten in der Sonne zu verbringen. Von Juni bis August sollten es fünf bis 15 Minuten sein und von September bis Oktober sind wieder zehn bis 25 Minuten ratsam, um den Vitamin-D-Haushalt auf einem gesunden Level zu halten.

Mehr dazu: Das Reizdarm-Programm, Medizinverlag Nordwest, EUR 1,99

Bildquelle: Adobe Media, woman choosing dairy products at supermarket. Reading product information. Concept of information eating products, organic fruit and vegetables, von Natalia