Kann man mit Reizdarm-Syndrom den Weihnachtsmarkt besuchen? In der Vorweihnachtszeit kann es für Menschen mit Reizdarm-Syndrom aufgrund von deftigem Essen, Süßigkeiten und Alkohol leicht zu Beschwerden kommen. Der vorweihnachtliche Stress durch einen überfüllten Terminkalender verstärkt dies oft noch. Betroffene sollten daher in der Zeit vor Weihnachten achtsam sein und ihre Ernährung im Blick behalten. Es ist ratsam, die weihnachtlichen Besorgungen frühzeitig zu erledigen, um mehr Gelassenheit vor dem Fest zu haben und den gereizten Darm zu entspannen. Was sollte man in der Vorweihnachtszeit beachten, um nicht ständig unter den Beschwerden des Reizdarm-Syndroms zu leiden?

Den Reizdarm entlasten – weniger Zucker konsumieren

Menschen mit Reizdarm-Syndrom reagieren oft empfindlich auf Zucker. In der Adventszeit ist es fast unmöglich, vollständig auf Zucker zu verzichten, da er in vielen Weihnachtsleckereien wie Glühwein, Stollen, Lebkuchen oder Plätzchen enthalten ist. Eine vollständige Vermeidung lässt sich meistens nicht umsetzen, aber man kann ihn reduzieren. Man kann beispielsweise Nüsse, Mandeln, Maronen oder Obst anstelle von Plätzchen wählen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Plätzchen selbst mit weniger Zucker zuzubereiten. Dazu kann man beispielsweise Stevia, Xylit oder Erythrit als Zuckerersatz verwenden. Auch beim Glühwein lässt sich der Zuckergehalt reduzieren, indem man ihn mit Wasser verdünnt und weniger Zucker hinzufügt.


Die Schwere der vom Reizdarmsyndrom verursachten Gesundheitsbeschwerden und der Alltagsprobleme werden von Außenstehenden häufig unterschätzt. Klassische Therapieangebote versagen in den meisten Fällen. Ein neuartiges Supplement aus der orthomolekularen Medizin macht Betroffenen jetzt neue Hoffnung. Es handelt sich um eine Kombination aus Nähr- und Vitalstoffen, die mit der Symbiose des Mikrobioms, der Darmschleimhaut und mit dem Serotoninhaushalt assoziiert sind. Unter dem Namen Omnitadin ist das Präparat in Apotheken und im Versandhandel erhältlich. (gesponsert)


Eine geringere Aufnahme von zuckerreichen Lebensmitteln kann dazu beitragen, den Darm zu entlasten und Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Blähungen zu lindern. Außerdem ist es wichtig darauf zu achten, ausreichend Ballaststoffe aufzunehmen und genug Flüssigkeit zu trinken.

Insgesamt gilt: Eine bewusste Ernährung in Kombination mit regelmäßiger Bewegung sowie Entspannungstechniken können dabei helfen die Symptome des Reizdarmsyndroms langfristig positiv beeinflussen. Gerade während der Weihnachtszeit sollte jedoch auch das Genießen nicht vergessen werden – eine kleine Nascherei hier und da schadet sicherlich nicht!

Reizdarmsyndrom – Alkohol mit Maß und Ziel trinken

Alkohol verlangsamt die Verdauung, weshalb Experten der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) wenig Alkohol empfehlen. Je nach individueller Verträglichkeit schadet ein Glas Bier oder Wein zum Essen nicht. Glühwein belastet den gereizten Darm gleich doppelt, da er viel Zucker und Alkohol enthält. Anstelle von Glühwein kann man leckeren Weihnachtstee, eine heiße Schokolade mit Pflanzenmilch oder selbst gemachten Glühwein trinken. Für den eigenen Glühwein ist ein trockener Weißwein am besten geeignet, der sowohl fructosearm als auch histaminarm ist.

Mit Reizdarmsyndrom auf die Portionsgröße achten

Für viele Menschen mit Reizdarm-Syndrom ist es besser, über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen zu essen anstatt nur zwei oder drei große Mahlzeiten einzunehmen. Ein üppiges Weihnachtsessen mit der Familie oder Freunden passt daher nicht so gut ins Konzept. Ausnahmen sollten jedoch erlaubt sein, denn in der Adventszeit steht das Genießen im Vordergrund. Als Betroffener kennt man seinen Körper am besten und weiß, wie man damit umgehen muss. Wenn das Essen zu viel ist, kann man eventuell einen Teil der Portion mit nach Hause nehmen. Wichtig ist auch ausreichendes Trinken während des Essens, insbesondere wenn man zu Verstopfung neigt. Am besten trinkt man dafür Wasser ohne Kohlensäure oder ungesüßten Tee. Zudem sollte man darauf achten, welche Lebensmittel man zu sich nimmt. Fettiges oder stark gewürztes Essen kann den Darm zusätzlich belasten und Beschwerden auslösen. Stattdessen sollten Betroffene auf eine ballaststoffreiche Ernährung setzen, die dem Körper wichtige Nährstoffe liefert und gleichzeitig für eine gesunde Verdauung sorgt.

Auch wenn es in der Weihnachtszeit verlockend ist, süße Leckereien wie Plätzchen oder Schokolade in großen Mengen zu genießen, sollte man als Reizdarm-Patient vorsichtig sein. Zuckerhaltige Speisen können das Wachstum von Bakterien im Darm fördern und somit weitere Symptome hervorrufen.

Fazit

Jeder Mensch mit Reizdarmsyndrom hat individuelle Bedürfnisse und muss selbst herausfinden, was ihm gut tut. Eine bewusste Ernährungsweise sowie regelmäßiger Sport können dabei helfen, Beschwerden langfristig zu lindern – auch während der Festtage. Man kann selbst viel dazu beitragen, die Vorweihnachtszeit gut zu überstehen. Dabei geht es nicht nur um die Wahl der Lebensmittel, sondern auch darum, den Stress der Adventszeit durch eine sorgfältige Planung zu reduzieren und gegebenenfalls Einladungen abzulehnen.

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Bildquelle: © Adobe Media. Girl walking on Christmas Market_Von Alena Ozerova